· 

#3 Das sind "WIR"

 

In den Hauptrollen Herr und Frau Pferd


Salvador - Herr Pferd - links im Bild

 

Salvadors Charakter ist eine Mischung aus hypersensibel und „mir is‘ wurscht“. Eine Kleinigkeit kann ihn so aus der Ruhe bringen, dass er am Absatz kehr macht. Eine Hinterhandwendung im Steigen und dann ab durch die Mitte.

Er ist unser Kasperl. Auf der anderen Seite scheucht Marit ihn durch die halbe Koppel, wobei er sich wirklich nur so schnell scheuchen lässt, wie es sein muss. Man(n) teilt sich seine Kräfte schließlich ein. Keine Minute später stellt er sich wieder an genau die gleiche Stelle bzw. tut erneut genau das, weshalb Marit ihn gerade verjagt hat. Sie bewegt ihn zwar, er hat aber den längeren Atem. In einer Menschen-Beziehung würde man ihn den „guten Lotsch“ nennen. J

Marit - Frau Pferd - rechts im Bild

 

Marit ist eine extrem feinfühlige und willensstarke Stute. Sie hat feine Antennen und braucht ihre Zeit um zu Mensch und Artgenosse Vertrauen aufzubauen. Sie lässt nur wenige nahe an sich ran. Kommt ihr ein anderes Pferd am Platz oder in der Halle zu nahe, weitet sie die Nüstern und legt die Ohren so flach an den Kopf, das man denken könnte, sie hätte gar keine. Wir nennen sie dann liebevoll "Stachelrochen". Spätestens beim fressen hört sich die Freundschaft dann aber wirklich auf.

Für uns sind also mehrere Fressplätze ohne Engpässe wichtig, damit alle Pferde in der Herde gleichzeitig fressen könn(t)en und  auch genug Platz zum Ausweichen da ist.


Für uns sind also nicht nur genügend Fressplätze wichtig, sondern auch Unterstände, für den Notfall. Wir haben bereits gelernt, dass die Tiere sich wirklich nur selten unterstellen. Am liebsten sind sie bei jedem Wetter draußen auf der Koppel, VOR dem Unterstand :-)

 In den Nebenrollen - aber nicht weniger wichtig - die Menschleins

 

PETRA ist die menschliche Partnerin von Marit. Beide zusammen ergeben ein Dreamteam dem nichts mehr im Wege stehen kann. Seit 3 Jahren gehen die beiden nun ihren Weg zusammen und sind mittlerweile schon ohne Zaum und Sattel unterwegs. Petra braucht keinen Ring um den Finger (den hat sie ja bereits von ihrem Mann) sondern nur noch einen Ring um Marits Hals und dann vielleicht noch ein kleines Hagebuttchen in der Hosentasche als Belohnung. Sonst nix. Ich beneide die beiden oft, wenn sie so zusammen reiten. Petra hat zusammen mit ihrem Mann ein eigenes Unternehmen und orientiert sich irgendwie gerade neu. Sie füttert gerne und hilft mir mit ihrer ruhigen Art, wenn ich mich mal wieder zu einem kleinen Nerverl entwickle.

 

Ihr Motto: „Es ist gut, wie es ist.“

 

SANDRA

Ja, das bin ich. Selbstbeschreibungen hinken vielleicht manchmal ein bisschen aber ich gebe mein bestes. Salvador ist mein Pferdepartner. Er ist bereits in große Hufstapfen getreten, denn mein erstes Pferd, mein Friese Dior, ist mit nur 7 Jahren bereits verstorben. Dior hat das alles hier ins Rollen gebracht. Durch ihn habe ich dieses riesige Interesse an Pferden bekommen. Gleichzeitig hat er Petra zu Marit gebracht und er hat meiner Mutter mit knapp 60 Jahren die Angst vor Pferden genommen.

 

Ich bin seit einigen Jahren auf der Suche zu mir selbst und der Beantwortung der Frage: „Wer bin ich?“ Mein großes Ziel ist es, meine Berufung zu finden. Ich möchte alles lernen, habe aber irgendwie zu wenig Zeit dafür. Meistens, triffst du mich sehr gestresst an, was Salvador seit unserem Kennenlernen versucht zu ändern. Er ist der einzige, bei dem ich mit meinem Kopf allein nicht weiter komme.

Mein Motto: "Es gibt immer einen Weg."

 

 

ROMANA ist meine Mama. Sie hat rein rechtlich kein eigenes Pferd. Sie hat (un)gewollt etwa 10. Da ist Salvador, den sie betreut, wenn ich krank bin oder keine Zeit habe. Marit, um die sie sich kümmert, wenn Petra auf Reisen ist. Da war Sancho, den sie eine Zeit betüttelte, weil die Besitzerin noch ein zweites Pferd hat und für das Pony nicht so viel Zeit war und dann sind da noch eine jede Menge andere. Obwohl sie am kürzesten von uns allen am Pferd sitzt und überhaupt erst spät aufs Pferd gekommen ist, macht sie am meisten. Sie traut sich auf alle Pferde rauf, kratzt auch tellergroße Hufe aus und ist sich für nichts zu schade. Ein Glück für mich, dass meine Mutter bereits in der Pension ist. Egal wer sich anmeldet, der Elektriker, der Hufschmied oder der Baggerfahrer. Sie managend alles, während ich in der Arbeit sitze. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar.

Ihr Motto: "Das müssen wir noch einmal besprechen..."


Kommentar schreiben

Kommentare: 0